Rosi’s Sonnbergstuben, hoch über Kitzbühel gelegen, vereinen alpine Eleganz, gelebte Gastlichkeit und jenen unverwechselbaren Charme, der große Häuser so besonders macht. Zwischen traditioneller Tiroler Gemütlichkeit und stilvoller Exklusivität bietet dieses Haus eine Atmosphäre, in der man sich gleichermaßen willkommen wie privilegiert fühlt. Das Déjeuner Amical erhielt in diesem besonderen Ambiente einen ebenso festlichen wie herzlichen Rahmen – wie geschaffen für genussvolle Begegnungen, lebendige Gespräche und kulinarische Freuden auf höchstem Niveau.
Der Mai zeigte sich an diesem Tag eher von seiner alpinen Seite und brachte statt frühsommerlicher Wärme eine erfrischende Kühle mit sich. So musste das ursprünglich unter freiem Himmel geplante Déjeuner kurzerhand nach innen verlegt werden – was der Stimmung jedoch keinerlei Abbruch tat.
Den Aperitif auf der Terrasse ließ man sich dennoch nicht nehmen: Mit Blick auf die noch schneebedeckten Berge, einem Glas Champagne Heidsieck Blanc de Blancs in der Hand und in bester Gesellschaft entstand von Beginn an eine ausgesprochen angenehme und gelöste Atmosphäre. Die große Zahl der Teilnehmer aus Österreich, Deutschland und Australien verliehen dem Treffen einen besonders schönen Rahmen und unterstrichen einmal mehr den verbindenden Charakter der Chaîne des Rôtisseurs.
Kulinarisch begann die Reise mit einer ausgesprochen verführerischen Amuse-Bouche-Komposition: live zubereitetes Sushi & Sashimi, raffinierte gefüllte Cones mit Langustentatar und Imperial Kaviar, dazu Frischkäse, Guacamole und Beef Tatar im Miniformat – ein Auftakt, der bereits zu Beginn die kulinarische Handschrift dieses Nachmittags eindrucksvoll erkennen ließ.
Nach diesem vielversprechenden Auftakt hieß Bailli du Tyrol Hartmut Leeker die zahlreich erschienenen Gäste in seiner gewohnt charmanten und herzlichen Art willkommen. Besonders erfreulich war die Anwesenheit zahlreicher Honoratioren, darunter Chancelier d’Allemagne, Jörg T. Böckeler, sowie Chargé de Presse d’Autriche, MR Dkfm. Mag. Dr. Werner Scheibenpflug, die dem Déjeuner einen besonders festlichen Rahmen verliehen. Auch die Hausherrin, Rosi Schipflinger, ließ es sich nicht nehmen, die Gäste mit einigen herzlichen Begrüßungsworten willkommen zu heißen – eine Geste, die diesem besonderen Mittag eine zusätzliche persönliche Note verlieh. Für die vinophile Begleitung des Nachmittags sorgte Vice-Echanson Armin Burger, der die Weine des Menüs mit kenntnisreicher Leichtigkeit und kurzweiligem Charme präsentierte.
Die fein veredelte Erdäpfel-Selleriesuppe mit Sylter Krabben setzte einen gelungenen ersten kulinarischen Akzent. Der dazu gereichte Sancerre 2025 vom Weingut Villebois überzeugte mit Frische und feiner Mineralität und erwies sich als passender Begleiter.
Mit dem Black Cod à la Nobu wurde es international – butterzart, aromatisch und mit zartem Pak Choy ein Gericht, das mühelos Fernweh auf den Teller zauberte.
Das klassische Vitello Tonnato weckte bei manchem unweigerlich Erinnerungen an den Jahresauftakt, als dieses Gericht in bemerkenswert großzügiger Ausführung bereits für Gesprächsstoff gesorgt hatte. Diesmal präsentierte es sich in etwas zurückhaltenderer, aber nicht minder stimmiger Form – fein abgestimmt, harmonisch und in erfreulich authentischer italienischer Manier. Begleitet wurde der Gang vom Misto Mare 2025 vom Weingut Alois Lageder - ein angenehm frischer und unkomplizierter Begleiter, der sich dezent und passend in das Menü einfügte.
Beim Hauptgang schließlich wurde es genussvoll opulent: Chateaubriand, live vor den Gästen tranchiert, begleitet von Sauce Béarnaise, Glace de Viande, Wildjus mit Preiselbeeren, wildem Brokkoli und Kartoffelgratin. Bei der Weinbegleitung gönnte man sich an diesem Nachmittag eine besonders gelungene Aufwertung: Anstelle des ursprünglich vorgesehenen Zweigelts erwies sich ein Blaufränkisch vom Weingut Kollwentz als ausgezeichnete Wahl. Mit seiner eleganten Würze, feinen dunklen Fruchtaromen und jener charaktervollen Struktur, die Kraft mit Finesse verbindet, erwies er sich als idealer Begleiter zu diesem klassischen Hauptgang. Und wie zu hören war, vermochte dieser Tropfen selbst bei dem einen oder anderen bislang eher zurückhaltenden Betrachter dieser Rebsorte bemerkenswerte Überzeugungsarbeit zu leisten – was wohl als besonders schönes Kompliment an die Auswahl gelten darf.
Den süßen Schlusspunkt setzte eine Dessertvariation der Sonnbergstuben, die mit einer charmanten Auswahl österreichischer, klassischer Lieblingsdesserts aufwartete: vom warmen Schokoküchlein über feinen Kaiserschmarren und eine wunderbar nostalgische Cremeschnitte bis hin zu einem herrlich lockeren Nougatknödel, der bei nicht wenigen für besondere Begeisterung sorgte. Eine genussvolle Auswahl, die keinen Wunsch offenließ und den Nachmittag auf ebenso heitere wie köstliche Weise ausklingen ließ. Begleitet wurde das Finale von einem Crémant Brut Rosé d’Alsace vom Weingut Cattin – prickelnd, verspielt und ein stimmiger Abschluss eines rundum gelungenen Déjeuners.
Zum Ausklang des Nachmittags richtete Bailli du Tyrol Hartmut Leeker seinen herzlichen Dank an das gesamte Team von Rosi’s Sonnbergstuben, das diesen besonderen Anlass mit großer Professionalität und spürbarer Hingabe begleitet hatte. Besonders hervorzuheben war die beeindruckende Leistung der Küche, der es trotz der beachtlichen Gästezahl gelang, die einzelnen Gänge bemerkenswert präzise zu servieren. Ebenso trug der überaus engagierte, aufmerksame und charmante Service maßgeblich zum Gelingen des Déjeuners bei: Gläser blieben selten leer, Wünsche wurden mit bemerkenswerter Selbstverständlichkeit erfüllt, und die herzliche Leichtigkeit des Teams verlieh dem gesamten Nachmittag jene besondere Gastlichkeit, die in bester Erinnerung bleibt.
Was von diesem Déjeuner Amical bleibt, ist weit mehr als die Erinnerung an kulinarische Höhepunkte und exzellente Gastlichkeit. Es sind die Begegnungen, das herzliche Wiedersehen mit geschätzten Freunden sowie die Freude über neue Bekanntschaften, die diesem Nachmittag seine besondere Qualität verliehen. Solche Zusammenkünfte erinnern auf schönste Weise daran, dass wahrer Genuss stets auch vom Miteinander lebt. Ein unvergesslicher Tag – und einer, der nach einer Fortsetzung ruft.
Mag.a Sabine Dorfer