Willkommen beim Ordre Mondial 

Aktivitäten 2008 

28. November 2008 Diner Amical Trüffel bei Bruno Plotegher,

Das alljährliche Diner Amical Trüffel bei Off. Maitre Rotisseur Bruno Plotegher, im Gasthaus zur Strass in Eugendorf gehört, wie es Dr. Michael Gärtner, Chargé des Missions Vice Chancelier/Argentier bei der Begrüßung der 35 Gäste ausdrückte, zu den „Highlights“ im Jahresprogramm der Chaine Salzburg. Geschuldet ist dies natürlich den weißen Albatrüffeln, die Bruno Plotegher dank seiner Beziehungen in`s Piemont, in einer Qualität und wohl auch noch zu Preisen aufzuspüren vermag, wie keiner seiner Zunft. So erfüllte denn auch schon zum Aperitif - Hauscocktail„ a la Beatrix“ – jenes Odeur das Restaurant, das im Limbischen System des Feinschmeckers so unauslöschliche Spuren hinterlässt wie sonst nur noch der adventliche Backstubenduft der Kinderzeit. Das sieben gängige Menü begann nach einem Piemonteschen Gruß aus der Küche (Rührei mit schwarzen Trüffeln, Barolosalami, aromatisierter Topfen) begleitet von einem Gavi di Gavi Villa Sparina, mit Carne Cruda und marinierter Jakobsmuscheln auf Karfiolpüree und schwarzer Trüffel sowie dem 2007 er Le Strette Anas Cetta Az. Agr. De Elli Daniele. Die darauf folgende gefüllte Ofenzwiebel in der Fondutta mit weissem Albatrüffel macht, wie Prof. Alois Breitfuß, Conseiller Gastronomique Honoraire Vice Conseiller Gastronomique in seiner Laudatio hervorhob, keiner besser als Bruno Plotegher und bei den Raviolone mit Topinambursüppchen und weißer Alba Trüffen, gab es bei dem kunstvoll im Ravioliteig eingeschlossenen und auf den punkt gegarten Eidotter kaum Ausrutscher.
Begleitet wurden die Gänge von einem 2006 er Dolcetto von Paolo Scavino bzw.einem 2003 er Barbaresco Val grande von Ca `del Baio. Ein ebenfalls aus dem sehr guten Jahrgang 2003 stammender Barbera (Az.ASgr. Mondo) begleitete den Hauptgang: Geschmortes und rosa Gebratenes vom Rind auf getrüffeltem Erdäpfelpurée mit sautierter Gänseleber in Barolo. Nicht nur zu seiner eigenen Enttäuschung, wie Conseiller Gastronomique Prof. Alois Breitfuß unüberhörbar in seine Laudatio einfließen ließ, sondern wohl auch zum Bedauern vieler weiterer Weinfreunde war der zum Toma-Käse mit Birnenspalten und schwarzer Alba Trüffel avisierte 1999 Barolo von E. Altare gegen den kaum bekannten 2004 Larigi Az. Agra. Elio Altara ausgewechselt worden. Ein Flan von Piemontesischen Haselnüssen mit brauner und weiser Torone beendete das unter dem Strich von fast allen Teilnehmern überaus wohlwollend beurteilte Trüffelessen 2008. Ein Sonderlob bekam auch die schwarze Brigade, deren aufmerksam-freundlicher Service wesentlich zum Gelingen des Abends beitrug.

Georg Impler


 

18. Juli 2008 Ordre Mondial des Gourmets Degustateurs im K+K Salzburg


DBericht zur Veranstaltung des Ordre Mondial des Gourmets Degustateurs im K+K Salzburg, am 18.07.08



Am 18. Juli 08 trafen sich wieder einmal über 40 Mitglieder und Freunde des Ordre Mondial des Gourmets Degustateurs in den hübschen Räumen des Mitgliedsbetriebes K+K, Salzburg, um sich den weißen und roten Gewächsen aus dem Bordeaux "hinzugeben“.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der Echanson National, Max Schneider unter anderem ganz herzlich seinen Kollegen Echanson National Honoraire G. Ortlieb, der vor drei Jahren ganz wesentlich zur Gründung des Ordre Mondial des Gourmets Degustateurs beigetragen hatte.
Desweiteren begrüßte er auch das Ehepaar Koller, Eigentümer des K+K Salzburg und bedankte sich für die stets sehr faire Preisgestaltung, die die Familie allen Chaine Diners und nun auch den Veranstaltungen des Ordre Mondial zukommen lässt.


Es sollte ein Weinabend mit ausgewählten, seltenen und großenteils unbekannten Gewächsen aus dem Bordeaux Gebiet werden, bei denen das Preis-Leistungs-Verhältnis noch in einem fairen Rahmen liegt. Durch den Abend führte uns angenehm und überaus sachkundig Diplom Sommelier Roland Petroczy vom bekannten Weinhandelshaus Derksen&Co.

Die Verkostung begann mit einen Grandin Brut Rose, einem leichten Schaumwein aus der Loire, der eine sehr feine Duftnote aufwies. Dazu wurden zwei kleine Blätterteigtaschen, gefüllt mit Lachstartar und Lamm mit Spargel gereicht.
Bereits der zweite Gang brachte eine interessante Gegenüberstellung von weiß und rot: ein Chateau de Cruzeau 2006 maß sich in ungewöhnlicher Weise mit einem roten Chateau Bonnet Reserve Magnum 2003, wobei der Weiße schön fruchtig war, der Rote noch viel Tanine aufwies. Insbesondere der Bonnet passte aber ideal zu den kurz gedünsteten Eierschwammerl mit einem luftig leichten Serviettenknöderl.

Bevor man zu den roten Bordeaux´s überging, ein weiterer Flight mit einem weißen Chateau Bonnet 2007 und einem weißen Chateau Coutet 2003, Sauternes, die beide in sehr unterschiedlicher Weise zur gebratenen Gänseleber mit Brioche passten. Insbesondere der Sauternes entzückte die Liebhaber der berühmten Süßweine aus dem Bordeaux.

Der rote Wein-Flight brachte einen interessanten Vergleich zwischen den bekannten Ch. Les Carmes Haut Brion 2001, Pessac - Leognan, einem Ch. Pontet Canet 2002, Pauillac und einem Ch. Montus 2005 aus dem Madiran. Der mit Abstand preislich am günstigsten Montus 2005 konnte trotz seiner Jugend sehr gut neben den großen Gewächsen bestehen, wobei insbesondere Ch. Pontet Canet 2002 als Highlight für jeden Bordeaux Liebhaber empfunden wurde. Dazu ein Rehfilet a`point mit Sellerie- und Karottenpüree, herrlich leicht weil auf jegliche Sahne verzichtet wurde.
Zu den anschließenden beiden Käsegängen, zunächst Gruyère mit Birnen Confit, ein kräftiger Ch. La Grande Clotte 2005, Lussac-St Emilion und zum Käse Saint Agur mit schwarzen Nüssen eine rote Süßwein Rarität, Banyuls Terra Vinya 2000 von Chapoutier.
Das Diner endete mit einem wenig bekannten Cognac XO Prunier Family reserve, eine herrliche Abrundung zu den grandiosen Weinen des Abends.

Vice Echanson Helmut Ponstingl, auf dessen Idee dieser Abend zurückging, hielt die Laudatio und bedankte sich bei dem Küchenteam, das in fantastischer Weise die Speisen präsentierte, assistiert von der schwarzen Brigade unter Leitung von Direktor und Mitglied des Ordre Mondials Helmut Roth.

Noch lange am Abend wurde an den vielen Tischen über die Weinerlebnisse mit unterschiedlichsten Bewertungen, der doch sehr konträren Degustation, diskutiert, wobei man sich einig war, eine einmalige Vorstellung von interessantesten Bordeaux Gewächsen erlebt zu haben.
In diesen schönen Räumen des K+K Salzburg hoffen wir, noch viele derartige Wein-Degustationen erleben zu dürfen.



Bilder der Veranstaltung
 

18.April 2008 Diner Degustation in der Enoteca Döllerer

Am 18.4.2008 trafen sich wieder einmal viele Mitglieder des Ordre Mondial des Gourmets Degustateurs in der schon bekannten Enoteca Döllerer bei Golling, um sich erstmalig die spanische Weinwelt näher bringen zu lassen.

Hermann Döllerer führte uns gemeinsam mit seiner Sommeliere Elfriede Wiellander gekonnt und charmant durch den Weinabend. Der Sternekoch Andreas Döllerer zelebrierte passend zu den Weinen kleine spanische Köstlichkeiten.

Der Abend begann mit einem spanischen Sekt, Cava, Conde de Caralt, hergestellt im Champagnerverfahren. Der erste Wein-Flight zeigte uns die weiße Welt Spaniens, mit einem trockenen, sehr ansprechenden Sherry Manzanilla Papirusa, sowie einem Sauvignon Blanc 2006, Bodegas de Crianza de Castilla, und einem Valduero Rosado 2006, Ribera del Duero.
Der Sauvignon Blanc 2006, überraschte mit einer sehr kräftigen und ungewöhnlichen Note. Dazu wurden Kleinigkeiten vom Ochsenfilet mit Manchego & Pistazien, gebackene Kaninchenpralinen mit Artischocken in Sherryessig, Gemüsesalat mit Gambas und Pata Negra mit Salzkapern serviert.

Mit dem zweiten Wein-Flight ging man auf die Rotweine über, ein Finca Resalso 2005, Bodegas Emilio Moro, Ribera del Duero wurde verglichen mit einem 2004er Rioja Crianza, Bodegas Valgrande und einem 2004er Val Viadero, Bodegas Val Viadero, Toro. Insbesondere der 2004er Toro hatte es den Freunden mit einer festen Struktur, deutlichen Taninen und einen runden Abgang angetan. Dazu wurden Jakobsmuscheln „alla plancha“, mit Juzu (eine Kreuzung aus Orange und Zitrone) und Jus von der geschmorten Kalbsbrust serviert.

Der dritte Flight zeigte einen 1998iger Rioja Riserva, Bodegas Valgrande, zu vergleichen mit einem 1998iger Coleccion 125 Riserva, Bodegas Chivite, Navarra und einem 2001er Mauro Mag, Bodegas Mauro, Tudela del Duero. Trotz seiner jungen Jahre war der 2001er Mauro der Star unter den Dreien. Interessant in dieser Gruppe war auch der Vergleich der beiden 10 Jahre alten Roten, war doch der 98iger Coleccion 125 Riserva wohl bereits am Höhepunkt angelangt, wohingegen der 98iger Rioja Riserva noch geradezu als jung zu bezeichnen war.
Dazu servierte uns der Hausherr Lomo Iberico, eine Lende vom schwarzen Schwein mit Fenchel, andalusischen Tomaten & Thymianpolenta, ein „Gedicht“ vom spanischen Schwein mit intensiv nach Thymian duftender Polenta.

Der vierte Flight galt den ganz großen spanischen Roten, dem 1999iger Valduero Riserva Premium, Bodegas Valduero, Ribera del Duero, dem 2004er Malleolus Mag, Bodegas Emilio Moro, Ribera del Duero und dem 2002er Coma Vela, Bodegas Mas den Gil, Priorat.
Eindeutiger Sieger war der 2004er Malleolus, der trotz seiner jungen Jahre die besten und typischen Eigenschaften der großen spanischen Rotweine in sich verband. Kleine aber feine spanische Käsespezialitäten rundeten den Reigen der großen Roten ideal ab.

Zum Abschluss wurden zwei typische Vertreter der spanischen Süßweine verkostet, ein 2005er Garnatxa Penelope, Vinedos de Ithaca, Priorat und ein Sherry Pedro Ximenes San Emilio, Emilio Lustau, Jerez de la Frontera. Der überaus alkoholreiche Penelope mit feiner Süße hat nahezu die Eigenschaften guter Portweine, ohne allerdings gesprittet zu sein. Wohingegen der Sherry ein Vertreter der klassisch ausgebauten, mit hoher Restsüße versehenen Sherrys darstellte. Dazu passten ideal Bitterschokoladentarte mit Tahitivanilleies.

Bei der Laudatio bedankte sich Echanson National Max Schneider bei Hermann Döllerer, der erneut die Mitglieder und Freunde des Ordre Mondial mit seinen Weinen und Spezialitäten überraschte. Großer Dank galt Elfriede Wiellander, die als junge Sommeliere kurze und äußerst treffende Beschreibungen der jeweiligen Weine aus den verschiedenen Regionen auf charmante Art und Weise den Mitgliedern näher brachte.

Ein äußerst angenehmer und informativer Weinabend ging zu Ende, der in diesen hübschen Räumen der Enoteca von Hermann Döllerer sicherlich nicht der letzte war.




Max Schneider
Echanson National

 

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